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Mittwoch, 25. Mai 2016

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Kölner Stadt-Anzeiger

Besuche auf der Intensivstation
PRÄVENTION Drogenhilfe klärt über Missbrauch auf und verteilt Methodenkoffer zur Aufklärung

VON MARGRET KLOSE

HÜRTH. Die Anzeichen können ganz unterschiedlich sein: Aggressivität, Antriebslosigkeit und sogar besondere Euphorie. Wenn Eltern bemerken, dass sich das Verhalten ihres Kindes ändert, könne dies ein Zeichen für Drogenkonsum sein, erklärte Thomas Hambüchen von der Drogenhilfe Köln. Insbesondere bei Alkoholkonsum steige das Aggressionspotenzial an. „Das kann dann auch eskalieren“, erklärte Hambüchen. Mit seiner Kollegin Anne Kreft hatte er in die Suchtprävention und Jugendsuchtberatungsstelle nach Hermülheim eingeladen.

Besuche auf der Intensivstation

Foto: Jürgen Meisenbach – Zehn Methodenkoffer zur Alkoholprävention übergab die Drogenhilfe Köln an Vertreter von Facheinrichtungen und Schulen im Kreis.

Rauschbrillen und Infofilm

Doch nicht die Jugendliche waren dort am Dienstagvormittag Gast, sondern auch zehn Kooperationspartner: Schulen, Jugendeinrichtungen und Koordinierungsstellen aus dem Rhein-Erft-Kreis. Kreft und Hambüchen überreichten ihnen dort zehn sogenannte Methodenkoffer. Darin enthalten sind unter anderem verschiedene Rauschbrillen, aber auch ein Film, der den Jugendlichen die Folgen des Alkoholkonsums in aller Deutlichkeit vor Augen führt. Finanziell hat die Marga und Walter Boll-Stiftung aus Kerpen die Anschaffung der Koffer im Wert von jeweils 832 Euro möglich gemacht. Kreft wies darauf hin, dass die Suchtprävention der Drogenhilfe Köln den Methodenkoffer auch kostenlos verleiht. „Alkohol ist ja immer noch die Einstiegsdroge Nummer eins“, sagte Sozialdezernent des Rhein-Erft-Kreises Christian Nettersheim.

Allerdings würde laut Kreft die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol trinken, nicht anders aussehen als anderswo. „Insgesamt sind die Zahlen sogar rückläufig“, erläuterte Thomas Hambüchen. Dem gegenüber steige allerdings die Menge des Alkohols, die konsumiert werde. Etwa 20 Prozent der Jugendlichen würden nicht öfter als einmal im Monat trinken. Zwei bis drei Prozent der Kinder und Jugendlichen konsumiere Alkohol regelmäßig und in großen Mengen – bis hin zum Koma. Ihnen gehe es nur darum, möglichst schnell möglichst viel Alkohol zu trinken. „Wir besuchen diese jungen Leute auch auf den Intensivstationen in den Krankenhäusern“, erklärte Hambüchen. Etwa ein Drittel von ihnen komme dabei aus dem Rhein-Erft-Kreis.

Suchtprävention sei allerdings eine Leistung, die sich kaum messen oder statistisch erfassen lasse. „Doch sie ist sehr wichtig, weil sie verhindert, dass Kinder und Jugendliche glauben, mit Drogen ihre Probleme lösen zu können“, so Hambüchen.

www.drogenhilfe-koeln.de

Dienstag, 16. Februar 2016

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Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG Köln-Bonn
Spende zur Weiter- und Neuentwicklung suchtpräventiver Materialien

Am 16.2.2016 überreichte der Geschäftsstellenleiter der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG Köln-Bonn, Herr Jens-Christian Henschel, dem Geschäftsführer der Drogenhilfe Köln, Herrn Dr. Thomas Hambüchen einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro.

Die Spende wird für die Weiter- und Neuentwicklung suchtpräventiver Materialien genutzt. Hierzu zählt vor allem das Methodenpaket „Klar am Steuer“, welches aufgrund der Zielgruppen Fahrschulen, Berufskraftfahrer und Verkehrswachten thematisch bestens zur Allianz als großem (Auto-) Versicherer passt.

Dienstag, 7. Januar 2014

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Karnevalsgesellschaft schenkt Gymnasium Methodenkoffer zur Alkoholprävention
Vorbeugend gegen Alkoholmissbrauch

VON DOMINIC RÖLTGEN

Foto: Röltgen – Gegen "Ausuferungen" Dämme einziehen: Norbert Braun (l.), stellv. Schulleiter, Anne Kreft, Leiterin Suchtprävention und Prof. E. Zöller, Präsident der KG.

Rodenkirchen. Es ist ein gesellschaftlicher Trend, der zur Karnevalszeit noch einmal mehr zum tragen kommt: der steigende Missbrauch alkoholischer Getränke bei Jugendlichen. Während die meisten Maßnahmen entsprechender Hilfseinrichtungen jedoch erst einsetzen, wenn sich der regelmäßige Konsum bereits zur Sucht entwickelt hat, versucht die Drogenprävention bereits vor der ersten Berührung mit bewusstseinsverändernden Substanzen anzusetzen.

Die Drogenhilfe Köln leiht dafür den Schulen seit einigen Jahren einen Methodenkoffer aus.

Lesen Sie den vollständigen Artikel als PDF-Datei hier.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

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11. im 11.!
„Der Grosse Kölsche Countdown“ mit der Drogenhilfe Köln im Tanzbrunnen

Sessionseröffnung

Um das ganze Plakat zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild.

Parallel zu traditionellen Sessionseröffnung in der Altstadt findet dieses Jahr erstmalig auch eine Veranstaltung im Tanzbrunnen statt – moderiert von Talentproben-Chef Linus. Die „Grosse von 1823 e.V“. bietet ein siebenstündiges Bühnenprogramm der absoluten Spitzenklasse mit den Top-Acts des Kölner Karnevals: Brings, Paveier, Räuber, Kasalla, CatBalou, Querbeat u.v.m. - präsentiert von Top-Moderator Linus (Michael Büttgen).

Ab 10 Uhr treten dort 15 kölsche Bands auf, um den Karnevalsbeginn zu feiern. Eingeladen sind besonders Jugendliche und ihre Familien. Die Drogenhilfe Köln – vertreten durch die Fachstelle für Suchtprävention – wird an diesem Tag vor Ort mit verschiedenen Aktionen (Rauschbrillenaktion, Quiz sowie weiteren interaktiven Elementen) über einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol informieren.

Der Reinerlös der kostenpflichtigen Veranstaltung soll der Aktion „wir helfen“ des „Kölner Stadt Anzeiger“ gespendet werden und fließt u.a. in Jugendprojekte, die sich mit dem Thema Alkoholprävention beschäftigen.

Nähere Informationen zu der Veranstaltung unter www.koelschercountdown.de

Montag, 21. Oktober 2013

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Kölner Stadt-Anzeiger

RHEIN-ERFT-KREIS
Aufklärung mit der Rausch-Brille

PRÄVENTION – Mitarbeiter der Drogenhilfe informiertenBergheimer Realschüler

VON NORBERT KURTH

RHEIN-ERFT-KREIS/BERGHEIM. Unsicher bewegt sich Merita Sejdiu zwischen den Pylonen. Etwas tapsig ist die Schülerinunterwegs, mit den Händen greift sie um sich in den leeren Raum. Merita hat einen Rausch, jedenfalls simuliert das dieBrille, die sie aufgesetzt hat. Für den Weg durch den eigens errichteten Parcours aus Strichen und Pylonen braucht die 15-jährige Schülerin aus Bergheim doppelt so lange wie ohne Brille.
 
Als sie die Brille auszieht, ist Merita erleichtert, der Rausch ist verflogen. "Alkohol mackt Karrüssell in Deine Köpf", heißtes auf einem Plakat der Drogenhilfe Köln, die zum Promilletest in das Bergheim Kreishaus eingeladen hat. Diesmal habenSchulklassen ab der siebten Jahrgangsstufe zwei Tage lang die Möglichkeit, den Promilletest zu absolvieren.

Fragen zur Sucht

Aber damit nicht genug. Das Präventionsprogramm der im Rhein-Erft-Kreis seit Jahren tätigen Drogenhilfe Köln umfasstdeutlich mehr als Suchtprobleme durch Schnaps und Bier. Wissen über die Wirkung von Medikamenten, Nikotin,Cannabis und anderen Substanzen steht ebenso im Fokus. Daneben Internet- und Handysucht. Systematisch werden dieSchüler mit dem Suchtbegriff vertraut gemacht und nähern sich mit Hilfe von Therapeuten und sozialwissenschaftlichgeschultem Personal der Frage aller Fragen: Wie kann sich eine Sucht entwickeln?

Aufklärung

Bild: Norbert Kurth – Realschüler erproben spielerisch und kreativ die Wirkung von Drogen. Die Brille ist eine Rauschbrille, die Alkoholkonsum simuliert.

Eine Hilfe bei der Annäherung bietet vielleicht, den Weg in die Sucht mit Hilfe der Suchtbausteine zu durchschauen - vom Genuss über den Rausch, den verstärkten Konsum bis hin zur Krankheit.

Die Schülerinnen und Schüler der der Klassen 8 c und 9 b der Bergheimer Geschwister-Scholl-Realschule jedenfallsbeschäftigten sich nach der Eröffnung der Präventionsveranstaltung durch Vize-Landrat Willi Harren ausgiebig mit demAngebot, diskutierten angeregt mit den Mitarbeitern der Drogenhilfe darüber, welches hohe Suchtpotenzial aus ihrer Sichtauch im Internet und bei Handys besteht.

Großes Interesse

Monika Oldenburg von der Realschule war jedenfalls vom großen Interesse der Schüler sehr angetan und betonte, dasssie trotz bevorstehender Ferien freiwillig ins Kreishaus gekommen seien.

Alle Rechte vorbehalten - © Redaktionsarchiv M. DuMont Schauberg

Freitag, 18. Oktober 2013

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KÖLLE ALARM
KÖLLE ALARM

KölleAlarm e.V. hat einen “Methodenkoffer Alkoholprävention” angeschafft, der nun an Schulen und Vereine verliehen wird.

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Mittwoch, 22. Februar 2012

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Känguru - Februar 2012:

ALKOHOLMISSBRAUCH
In der fünften Jahreszeit werden die meisten Kinder wegen Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus eingeliefert

Känguru

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Alle Rechte vorbehalten - © Känguru - Das Stadtmagazin Kenn Dein Limti bzga

MIttwoch, 8. Februar 2012

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Kölner Stadt-Anzeiger

KÖLLE ALAAF
Die volle Dröhnung

Kölle alarm Mit 0,7 und 1,3 „Promille" erschienen Kasalla-Gitarrist Flo Peil und Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes ausgerechnet zur Pressekonferenz für die alkoholfreie Karnevalsparty für Teenager namens Kölle Alarm. Der Rausch war aber nur simuliert, mit zwei eigens dafür konstruierten Brillen, wie sie die Drogenhilfe Köln in ihrem Materialkoffer auch an Schulen verleiht.
 
Eindrucksvoll demonstrierten die beiden prominenten Paten damit, wie maßloser Alkoholgenuss Wahrnehmung und Bewusstsein einschränkt. Die Party am Karnevalsfreitag findet erstmals im edlen Hotel im Wasserturm statt. Veranstalter Frank Tinzmann von der Zehnpfennig-Gastronomie: „Hier ist ab sofort einmal im Jahr Ausnahmezustand." Die Party mit Auftritten des DSDS-Stars Anna-Maria Zimmermann, Libero 5 („Lu, Lu, Lu Lukas Podolski"), Bands wie den Soul Brothers und eben Kasalla richtet sich an Zwölf- bis 16-Jährige. Programm gibt es von 17 bis 22 Uhr. Für fünf Euro Eintritt gibt es aber auch einen Imbiss, ein Getränk und ein Eis. „An Jugendeinrichtungen in sozialen Brennpunkten wurden Freikarten verteilt", so Constanze Steinbüchel vom Organisation-Komitee. Ihre Eltern können die Besucher am Eingang „abgeben", wo ein eigener Bereich für Erwachsene eingerichtet wird. Hoffentlich benehmen die sich da ordentlich. Nicht, dass am Ende die Kinder ihre Eltern nach Hause bringen müssen.

Tickets unter:
www.ksta.de/tickets
www.koellealarm.de

Alle Rechte vorbehalten - © Redaktionsarchiv M. DuMont Schauberg

Montag, 28. November 2011

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proSiebenProSieben
Rauschbrillen bei Galileo

Auf Galileo ist ein Beitrag zum Thema Gleichgewichtssinn erschienen.

rauschbrillen

Alle Rechte vorbehalten - © prosieben.de Kenn Dein Limti bzga

Auf wackelnden Gurten, die kaum breiter als fünf Zentimeter sind, zeigen Slackliner die waghalsigsten Tricks. Ihr Gleichgewichtssinn ist so gut trainiert, dass sie kaum aus Balance zu bringen sind. Aber stimmt das wirklich? Unter welchen Bedingungen verliert selbst ein Slackliner das Gleichgewicht, und was passiert dabei eigentlich in unserem Körper? In diesem Beitrag geht es um Experiment, Galileo und Slackline. Außerdem werden folgende Themen betrachtet: Balance, Alkohol und Gleichgewicht. Sonstige Beiträge handeln von Promille, Wasser und Gleichgewichtssinn.

Den vollständigen Artikel und das dazugehörige Video finden Sie hier!

Hier können Sie die Rauschbrillen bestellen!

Donnerstag, 17. November 2011

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www.drogisto.de – der Online-Shop der Drogenhilfe Köln ist online!

Über drogisto vertreiben wir Konzepte, Methoden und  Materialien für den pädagogischen Einsatz in der Suchtprävention.
 
Alle auf drogisto.de zu erwerbende Methoden und Materialien haben sich in der pädagogischen Praxis bewährt.
Die Methoden sind besonders geeignet für den Einsatz in Schule, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und zur betrieblichen Suchtprävention. Betriebe und Fahrschulen können über die Methoden auch Themen wie Arbeitssicherheit und Unfallverhütung anschaulich bearbeiten.

www.drogisto.de

Donnerstag, 24. Oktober 2011

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Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 06.10.2011:

ALKOHOLMISSBRAUCH
Schwerer Kampf gegen die Kurzen

VON HELMUT FRANGENBERG

KSTA

Um den vollständigen Artikel lesen zu können, klicken Sie bitte auf das Bild.

Alle Rechte vorbehalten - © DuMont-Redaktionsarchiv Kenn Dein Limti bzga

Dienstag, 26. Juli 2011

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Fühlinger See in Köln
Summerjam-Festival

Vom 01. - 03. Juli 2011 fand wieder das alljährliche Summerjam-Festival am Fühlinger See in Köln statt. Wie auch schon in den letzten 9 Jahren, war die Drogenhilfe Köln mit ihrem Drogen-Info-Bus vertreten.

Mit unterschiedlichen interaktiven Methoden wie den „Rauschbrillen“, einem Wissens-Quiz zu Alkohol und illegalen Drogen sowie dem interaktiven Kiffertest ist es den Mitarbeiterinnen wieder gelungen, die Festivalbesucher zu erreichen. Viele intensive Gespräche über die Gefahren von Alkohol- und Drogenkonsum konnten so geführt werden. Großer Beliebtheit haben sich auch die „Obstdealer“ erfreut. Mit großer Resonanz haben viele Raucher frisches Obst gegen Nikotin getauscht. Der Bus war – wie schon in den Jahren zuvor – an allen Tagen gut besucht. Insgesamt wurden mit den Angeboten über 2500 Besucherinnen und Besucher des Festivals erreicht.

summerjam

summerjam

summerjam

summerjam

Den Film über unsere Aktivitäten beim Summerjam können Sie hier sehen



Mittwoch, 1. Juni 2011

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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Alkohol? Kenn dein Limit.

mit freundlicher Genehmigung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Rahmen der "Alkohol? Kenn dein Limit."-Kampagne"

Mittwoch, 16. März 2011

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Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 23.02.2011:

Jugendliche an Karneval
Streetworker sprechen Betrunkene an

An den Karnevalstagen verschärft die Stadt die Maßnahmen gegen den Drogen- und Alkoholkonsum von Jugendlichen. Streetworker sprechen Betrunkene an ... (kna)
Vollständigen Artikel lesen

Dienstag, 15. März 2011

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Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 03.02.2011:

Trinkende Jugendliche
Karneval ist nicht der Verführer Nummer eins

Drogenhilfe warnt: Auch außerhalb der Session werden alkoholbedingte Ausfälle immer gefährlicher!
Den kompletten Artikel als PDF-Datei lesen

Mittwoch, 9. März 2011

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KölleAlarm – ca. 300 Teens feiern Karneval ohne Alkohol

koellealarm

Köln – Dass man auch ohne Alkohol eine Menge Spaß haben kann, hat die alkoholfreie Jugendparty KölleAlarm unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes in der Pancho Villa am Ebertplatz bewiesen.

Knapp 300 Teens feierten begeistert kölschen Karneval und tranken dabei keinen Tropfen Alkohol. Der ausgelassenen Stimmung tat das keinen Abbruch und genau das war ja auch das Ziel von KölleAlarm: Den Teens zeigen, dass der kölsche Karneval an sich Spaß macht.

Zur gelungenen Party trugen auch einige prominente Künstler bei, die die Aktion ebenfalls unentgeltlich unterstützten. Die Husaren-Pänz zeigten auf der kleinen Bühne Fastelovends-Freude pur, die Newcomer von cat ballou sorgten vor allem bei den weiblichen Besuchern für Begeisterungsstürme und Schauspieler Ralf Richter, Rapper Eko Fresh und die singenden Türsteher kamen bei den männlichen Vertretern besonders gut an.

koellealarmZwischen den Auftritten konnten die jungen Karnevalsfans das Musikprogramm selbst bestimmen und so spielte das DJ-Team unentwegt die größten kölschen Hits von „Superjeile Zick“ bis zum „Veedel“ und natürlich auch die aktuellen Charthits. Dicht umlagert war auch der Aktionsstand der Drogenhilfe Köln, an dem auf spielerische Weise gezeigt wurde, welche Auswirkungen Alkoholkonsum hat. Mit einer Rauschbrille, die einen bestimmten Promillewert simuliert suggeriert, sollten die Jugendlichen mit einem Ball einen Korb treffen. Ein unmögliches Unterfangen, das die Teens verblüffte. Ein interaktives Alkoholquiz der Drogenhilfe war ständig umlagert. Die Mitarbeiter der Fachstelle für Suchtprävention Norbert Beuchel-Wagner und Julia Gerke hatten alle Hände voll zu tun und waren von der guten Resonanz begeistert.

Weitere Informationen und Fotos von der Party finden Sie auf der Homepage von KölleAlarm www.koellealarm.de.

Freitag, 18. Februar 2011

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GigA Köln

Köln„Gemeinsam initiativ gegen den Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen“
Der riskante Konsum von Alkohol ist bei Jugendlichen in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. Auch in Köln stellt der Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen, vor allem an den Karnevalstagen, ein Problem dar. Aber auch ganzjährig fallen in Köln immer wieder Kinder und Jugendliche durch einen erhöhten Alkoholkonsum auf.
Mit GigA, einem Projekt der Kölner Suchtprävention, soll die erprobte Vernetzungsarbeit (Keine Kurzen für Kurze) aufgegriffen werden, mit dem Ziel ganzjährig dem Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen entgegen zu wirken. Die Projektleitung von GigA (NRW) hat die Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW (ginko) von 2011 bis 2013 in Kooperation mit dem LVR. In Köln liegt die Koordination von GigA bei der Kölner Suchtprävention. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung fördert GigA. Das Projekt soll ab 2013 auch in anderen Bundesländern umgesetzt werden.

Mehr Info:
Amt für Kinder, Jugend und Familie
Koordination für Suchtprävention
Ottmar-Pohl-Platz 1
51103 Köln
Tel 0221-221-25453

Dienstag, 21. Dezember 2010

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HaLTCologne – Projekt gegen Rauschtrinken unter Jugendlichen

Köln – Um dem Rauschtrinken Jugendlicher entgegenzuwirken, hat die Stadt Köln das Projekt „HaLTCologne“ ins Leben gerufen. Das Projekt soll die Sensibilität der Jugendlichen im Umgang mit Alkohol steigern.

Dazu sollen Fachkräfte der Drogenhilfe Köln das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen suchen, deren Alkoholkonsum auffällig ist. Das vorerst auf ein Jahr befristete Projekt ist an das Bundesmodellprojekt „HaLT“ angelehnt und soll Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen aufklären und beraten.

„HaLT“ ist seit 2003 in neun Bundesländern umgesetzt worden. Im Jahr 2008 wurden bundesweit 25 700 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.

© AP/aerzteblatt.de - © 2011 Deutsches Ärzteblatt, Deutscher Ärzte-Verlag GmbH entwickelt von L.N. Schaffrath NeueMedien GmbH

Montag, 20. Dezember 2010

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Kinderklinik Amsterdamer Straße und Drogenhilfe

Hilfsprojekt gegen Komasaufen gestartet

Der Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen hat im letzten Jahrzehnt stark zugenommen.
Das gilt nicht nur für die Karnevalszeit. Ärzte und Drogenberater nennen erschreckende Zahlen.

hilfprojekt
(Archivbild: dapd)

800 Kinder und Jugendliche landen jedes Jahr mit schwerer Alkoholvergiftung in Kölns Krankenhäusern. Allein in der Kinderklinik Amsterdamer Straße sind es jedes Wochenende zwei bis drei. „Wenn sie wieder nüchtern sind, sind Scham und Schock über ihren Zustand am größten“, hat Klinikchef Michael Weiß beobachten. Diesen Moment will er nutzen. Zusammen mit der Kölner Drogenhilfe hat er jetzt das Projekt „HaLT Cologne“ gestartet: Die gerade nüchtern Gewordenen und deren Eltern sollen von Sozialarbeitern über Gefahren und Folgen des Alkoholmissbrauchs aufgeklärt werden.

Übermäßiger Alkoholgenuss bis hin zum „Koma-Saufen“ ist heute ein „Lebensstil“ und nicht auf Karneval beschränkt, so Thomas Hambüchen, Geschäftsführer der Drogenhilfe. Es brauche dafür keinen Anlass mehr und ziehe sich durch alle sozialen Schichten.

Oft werde Alkohol zusammen mit Cannabis konsumiert. Für die Beratungsgespräche in der Klinik ist die Einwilligung der Jugendlichen bzw. deren Eltern notwendig, sie können auch ohne den jeweils anderen Familienteil durchgeführt werden. Die Kosten von jeweils 150 Euro übernehmen derzeit die AOK, die Barmer GEK und einige Innungskrankenkassen. „Geld, das langfristig hohe Folgekosten spart“, ist Weiß überzeugt.

„Ich hoffe, dass dieses Programm langfristig überflüssig wird“, sagt Hambüchen. Das wäre nötig, denn derzeit steigen die Zahl der gefährdeten Kinder und Jugendlichen. Bundesweit nahm die Zahl der Alkoholvergiftungen bei den 10- bis 25-Jährigen um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Von den 25.700 waren 4.500 zwischen 10 und 15 Jahre alt, über die Hälfte davon Mädchen. Nach einer Untersuchung der Katholischen Fachhochschule haben in Köln 16 Prozent der Kinder ihr erstes Rauscherlebnis schon, wenn sie jünger als 13 Jahre sind, 39 Prozent im Alter bis 15 Jahren und 42 Prozent erst später. Besonders viele Mädchen werden mit über 2 Promille ins Krankenhaus eingeliefert, so Weiß. Als Grund vermutet Hambüchen, dass Jungen sich eher mit Bier „die Kante geben“, Mädchen dagegen zu Alko-Pops greifen.

HaLT Cologne, Drogenhilfe Köln: Tel. 0221 / 0171 48 32 825

Mittwoch, 1. Dezember 2010

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Komasaufen ist ein Problem

(js) – Komasaufen heißt es im Volksmund, Binge-Trinken nennen es die Experten: den schnellstmöglichen Konsum hochprozentiger Alkoholgetränke durch Kinder und Jugendliche mit dem Ziel, möglichst schnell im Rausch zu landen. Das endet dann oft genug auf der Intensivstation eines Krankenhauses, auch in Köln. 800 im Jahr, so Jugenddezernentin Agnes Klein. Am Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße will man jetzt etwas dagegen tun. Zusammen mit der Drogenhilfe startete man das Pilotprojekt „HaLT Cologne.“ Das wurde 2002 im badischen Lörrach „erfunden“, in Köln soll es ein Jahr lang erprobt werden.

hilfprojekt
Komasaufen ist ein Problem. Nun startet die Stadt eine neue Aktion zur Drogen-Prävention. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Saufen nicht nur an Karneval
Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist in Köln nicht auf die Karnevalszeit beschränkt. „Allein bei uns gibt es jedes Wochenende zwei bis drei Einlieferungen mit Alkoholvergiftung“, berichtete Klinikchef Michael Weiß am gestrigen Dienstag bei der Vorstellung des Projekts. Medizinisches Wissen allein, räumte er ein, helfe da nicht weiter. Bei der Drogenhilfe Köln und deren Suchtberatern fand er Unterstützung. Die kommen dann zu zweit – „gender-orientiert“ –, wenn die Patienten, deren Eltern oder auch beide zu einem Gespräch bereit sind. Ohne Einwilligung läuft nichts. 150 Euro kostet so ein Gespräch, bezahlt wird es von einigen Krankenkassen wie der AOK Rheinland. Eine Ausgabe, die sich lohnt, denn dadurch können spätere Krankheitskosten gespart werden, so Weiß.

„Wenn die Kinder wieder nüchtern sind, sind Scham und Schock über ihren Zustand am größten“, sagt der Mediziner. Das sei der geeignete Moment, ein Gespräch über die Folgen des Alkoholmissbrauchs zu beginnen. Wichtig sei dabei auch der Kontakt mit den Eltern, die oft genug selber nicht wüssten, wie dem Problem zu begegnen sei. Es gebe aber auch welche, denen sei das Schicksal ihrer Kinder nur peinlich, manchen sogar „scheißegal“.

Trinken braucht keinen Anlass
„Alkoholmissbrauch geht durch alle Gesellschaftsschichten“, erklärt Thomas Hambüchen, Geschäftsführer der Drogenhilfe. „Es braucht heute keinen Anlass dazu. Man trinkt, weil es Dienstag ist, weil es Mittwoch ist, oder weil eine Flasche da ist.“ Oft auch in Verbindung mit Cannabis. Überraschend ist der hohe Anteil der Mädchen, die Opfer ihres Alkoholkonsums sind. Von den rund 4500 10- bis 15-Jährigen, die 2008 bundesweit mit einer Alkoholvergiftung in eine Klinik kamen, waren 2400 Mädchen. Insgesamt waren es 25.700 10- bis 25-Jährige, elf Prozent mehr als im Jahr davor. Nach einer Untersuchung der Katholischen Fachhochschule Köln, hatten bei den bis Zwölfjährigen 16 Prozent schon ihr erstes Rauscherlebnis, bei den Oberstufenschülern waren es bereits 42 Prozent.

Weitere Informationen gibt es bei den Partnern der neuen Initiative.HaLT Cologne, Drogenhilfe Köln: Tel. 0221 / 0171 48 32 825

Mittwoch, 17. November 2010 – Pressemitteilung der Bundesbeauftragten Mechthild Dyckmans in Hannover, November 2010

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Drogen und Sucht

Mit Vollrausch im Krankenhaus

Immer mehr Jugendliche mit Vollrausch im Krankenhaus

„13-Jähriger mit 2,5 Promille eingeliefert“, „Unsere Kinder saufen immer schlimmer“, „Eine fremde Frau besorgte uns den Schnaps“ – glaubt man den Schlagzeilen, könnte man meinen, die heutige Jugend verdiene die Bezeichnung „Generation Suff“. In Wahrheit ist das Thema natürlich weitaus komplexer.

Insgesamt ging der regelmäßige Alkoholkonsum unter Jugendlichen in den vergangenen Jahren zwar zurück. Erschreckend zugenommen hat allerdings der exzessive Alkoholkonsum einer Gruppe von Jugendlichen, die deshalb ärztlich versorgt werden müssen. Die Behandlungszahlen sprechen eine deutliche Sprache. Daten der viertgrößten bundesweiten Krankenkasse KKH-Allianz von über 200.000 Versicherten belegen, dass Jugendliche und junge Erwachsene immer häufiger wegen Alkoholmissbrauchs ärztliche Hilfe benötigen. Aber auch psychische Störungen sind bei jungen Leuten auf dem Vormarsch. Zusammengefasst sind diese und weitere Erkenntnisse im Weißbuch mit dem Titel „Gesund jung?!“, das die KKH-Allianz in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover herausgegeben hat und das heute zusammen mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, in Hannover vorgestellt wurde.

Immer mehr wegen Alkohol im Krankenhaus
Besonders auffällig ist der Anstieg der Krankenhausbehandlungen wegen Störungen durch Alkohol: Die Behandlungen der 12- bis 21-Jährigen wegen alkoholbedingter Störungen kletterten zwischen 2000 und 2008 laut Weißbuch um 166 Prozent. Noch drastischer sind die Zahlen in der Gruppe der jungen Erwachsenen zwischen 17 und 21 Jahren: Hier kam es im selben Zeitraum zu einer Verdreifachung der Krankenhaus-behandlungen wegen Alkoholstörungen. Insgesamt rangiert die Diagnose „psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol“ bei 12- bis 21-Jährigen auf Rang fünf aller Krankenhausdiagnosen. Ein weiterer Trend zeichnet sich drastisch ab: Immer häufiger müssen junge Leute mehr als einmal im Jahr wegen Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus. Hier hat sich die Zahl zwischen 2001 und 2008 bei den 17- bis 21-Jährigen versechsfacht.

Dazu erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, heute in Hannover: „Besondere Sorgen bereitet mir die steigende Zahl von Kindern und
Jugendlichen, die aufgrund einer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden müssen. Auch wenn diese Gruppe nur eine Minderheit unter den Kinder und Jugendlichen darstellt und der regelmäßige Alkoholkonsum unter Jugendlichen in den letzten Jahren zurückging, brauchen wir einen gesellschaftlichen Konsens darüber, dass Alkohol nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehört. Dazu muss zum einen der Jugendschutz konsequent durchgesetzt werden. Zum anderen muss aber auch die Alkoholprävention spezifisch auf diese Risikogruppe abzielen.“