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Rauschbrillen-Erfahrung
Es können viele mögliche Beeinträchtigungen thematisiert werden:
| Die erheblichen Einschränkungen schon bei sehr geringer Alkoholkonzentration im Blut | |
| Verringerung der Wachsamkeit und des Reaktionsvermögens | |
| Schlechter werdende Muskelkoordination und Verwirrung mit einhergehender Entscheidungsschwäche in Krisensituationen | |
| Wechselwirkungen von Medikamenten in Verbindung mit Alkohol und die dadurch entstehenden Reaktionen | |
| Beeinträchtigung durch geringe Mengen von Cannabis (ein Joint bewirkt in etwa die Beeinträchtigung wie 0,8 Promille Blutalkoholkonzentration laut belgischer Studien) | |
| Achtung | |
| Einige Übungsleiter bezweifeln beim ersten Blick durch die Brille, dass überhaupt ein realistischer Rauschzustand erzeugt wird. Was sie sehen entspricht nicht der eigenen Erfahrung vom Rauscherleben. Diese Zweifel sind berechtigt; Alkoholkonsum bewirkt eine verminderte Leistungsfähigkeit aller Gehirnareale mit weitgreifenden Folgen auf die psychische und physische Leistungsfähigkeit. Die Rauschbrillen können durch starke, rein optische Irritierung nur einige Aspekte des komplexen Rauscherlebens stimulieren. | |
| So vermittelt die starke optische Wirkung der Rauschbrillen nicht genau die Bilder, die im Rausch real wahrgenommen werden, aber das Gefühlserleben und die Reaktion auf den Körper sind doch mit der Realität sehr vergleichbar. Das Gefühl der Verunsicherung und der eingeschränkten Kontrolle über den Körper und die Körperfunktionen ist erlebbar und eine eindrucksvolle Selbsterfahrung. | |
| Auch die Zuschauer der Übungen haben den Eindruck, tatsächlich angetrunkene bzw. berauschte Personen zu sehen. Die hierbei entstehende Komik ist als Effekt der Demonstration durchaus erwünscht und unterhaltsam. Wichtig ist jedoch, den ernsten Hintergrund der Rauschbrillen-Aktion nicht aus dem Blick zu verlieren. | |
